Sitzbank

Sitzbänke sind nicht nur zum Sitzen da

Sitzbänke sind mehr als nur Sitzmöbel für mindestens zwei Personen. Eine Sitzbank eignet sich genauso zum Abstellen schwerer Lasten und Einkaufstaschen. Ansprechend designte Bänke sind ein Hingucker und werten den Raum optisch auf. Es gibt die praktischen Sitzmöbel für zwei bis vier Personen in verschiedenen Materialien, Stilen und Ausführungen. Sitzbänke bieten einen ähnlichen Komfort wie Sofas, sind jedoch preisgünstiger als diese. Außerdem ist das Sitzen in geselliger Runde auf Sitzbänken wesentlich gemütlicher als auf mehreren nebeneinander gestellten Stühlen. Das Multifunktionsmöbel kommt in vielen Privathaushalten im Innenbereich und auch als Gartenbank vor. Darüber hinaus findet man es an diversen Stellen im öffentlichen Raum (Parkbänke, Haltestellen-Bänke) und in Schlössern, Schloßgärten und entlang historischer Handelswege („Ruhbänke“). Auch öffentliche Gebäude und Kirchen sind mit Sitzbänken ausgestattet. Die Auswahl des für die Herstellung von Sitzbänken verwendeten Materials richtet sich oft nach ihrem Verwendungszweck und Aufstellungsort. Hersteller von Sitzbänken sind beispielsweise Conmoto, Holzmanufaktur Stuttgart, Siena Garden, Blome, Jago AG, MBM, Best Freizeitmöbel und HDS Stadtmobiliar. Brema fertigt ausschließlich Sitzmöbel aus nachhaltigem Holzanbau (FSC Siegel).

Geschichtliches zur Sitzbank

Schon im Mittelalter gab es Sitzbänke aus Holz. Auf ihnen durften jedoch nur Menschen desselben gesellschaftlichen Ranges nebeneinander Platz nehmen. Adlige saßen getrennt vom gemeinen Volk. Historische Sitzbänke sind – sofern sie denn heute überhaupt noch erhalten sind – von hoher künstlerischer Qualität. Befinden sie sich im öffentlichen Raum, stehen sie unter Denkmalschutz.
Historische Indoor Sitzbänke sind entsprechend der in der jeweiligen Kunstepoche üblichen Formensprache gestaltet. Bänke des 16. Jahrhunderts sind massig wirkende Truhenbänke aus Holz mit einem extrem hohen Rückenteil. Dieser ist mit einer Füllung ausgestattet und zu einer Kassetten-Wand mit Holzschnitzereien ausgestaltet. Louis-Seize Sitzbänke (17. Jahrhundert) bestehen aus einem geschwungenen Holzgestell und einer gepolsterten Sitz- und Rückenfläche. Typisch für Biedermeier Bänke: die längsgestreiften Polster. Sitzbänke aus dieser Epoche verfügen oft über eine durchbrochene Rückenpartie mit kunstvoll gedrechselten Ornamenten und anderen Holz-Figuren. Die englischen Chippendale Setties aus dem Ende des 18. Jhs. haben nicht nur vier, sondern sogar acht Beine. An ihnen kann man besonders eindrucksvoll erkennen, dass die Sitzbank ihren Ursprung in mehreren, nebeneinander gestellten Stühlen hat.

Aussehen von Sitzbänken

Sitzbänke haben meist vier gleichförmig gestaltete Beine oder stehen auf zu einem Bügel geformten Metallrohren. Besonders rustikale Modelle ruhen auf zwei aus einem Stück bestehenden breiten Holzplatten. Das Sitzmöbel wird mit oder ohne Rückenteil und mit oder ohne Armlehnen gefertigt. Komfortabler sind natürlich Bänke mit Rücken- und Armlehne. Einteilige oder mehrteilige Polster sorgen für noch bequemeres Sitzen. Sie werden entweder auf das Sitzmöbel gelegt oder sind mit ihm fest verbunden. Außer diesen weit verbreiteten Modellen gibt es noch Sitzbänke für spezielle Verwendungsarten und solche mit Zusatznutzen.

Spezielle Sitzbänke

Truhen-Bänke sind rustikale Holz-Sitzbänke für Innenräume. Unter ihrer hochklappbaren Sitzfläche können Sie Gegenstände wie Handtücher und Bekleidungsstücke staubsicher verwahren. Truhen-Sitzbänke gibt es mit und ohne Polsterauflage. Eckbänke ergänzen die Esstisch-Garnitur in der Küche und auf der Veranda um eine zusätzliche Sitz- und Abstell-Gelegenheit, die genau in die Ecke zwischen beide Sitzbänke passt. Bei Outdoor Eckbänken verzichtet man oft auf eine Polster-Auflage. Lounge Bänke sind bequeme, kastenartig gestaltete Gartenmöbel mit zusätzlicher Polsterung. Manche Modelle verfügen sogar über eine Baldachin ähnliche Überdachung. Lounge Möbel bestehen aus Rattan, Polyrattan oder Weidengeflecht und haben trotz ihres robusten Charakters ein geringes Gewicht. Die modischen Designer Viertelkreis-Bänke nennt man wegen ihrer außergewöhnlichen Form auch Bananen-Bänke. Sie bestehen aus qualitativ sehr hochwertigem und solide verarbeitetem Holz. Viertelkreis-Bänke ruhen auf extravagant gestalteten Beinelementen und geben dem Garten einen extravaganten Touch. Unter Baumbänken oder halben Baumbänken ruht es sich bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer besonders gut, da sie um einen Baum herum gebaut werden. Man fertigt sie aus Holzlatten mit Rückenteil oder als reine Sitzbank. Baumbänke gibt es auch als gusseiserne Bänke. Bierbänke sind Bestandteile von Bierzelt-Garnituren. Meist werden einem Biertisch zwei Bierbänke zugeordnet. Bierbänke bieten vier bis fünf Personen Platz und werden im Sommer in Biergärten, Bierzelten und anlässlich von Gartenpartys aufgestellt. Es sind einfache, aus einem einzigen Stück bestehende Holzbänke ohne Rückenlehne. Die 47,5 cm hohen Metallbeine der wetterfesten robusten Outdoor-Möbel sind einklappbar.
Wer mit seiner Sitzbank schaukeln möchte, kann das mit einer Hollywood Schaukel oder mit einer Schaukelbank tun. Bei der Hollywood Schaukel ist die Sitzbank an einem Gestell aufgehängt. Die Schaukelbank verfügt über ein zusätzliches Untergestell mit Kufen aus Metall. Klapp-Bänke sind – wie es der Name schon andeutet – Sitzbänke zum Zusammenklappen und haben sogar im kleinsten Keller noch genügend Platz. Stapel-Bänke werden übereinander gestapelt und können so ebenfalls Platz sparend untergebracht werden.

Bevorzugte Materialien

Die am häufigsten bei der Herstellung von Sitzbänken verwendeten Materialien sind Holz, Metall und Kunststoff. Außerdem gibt es noch Sitzmöbel mit innovativen Materialien wie Leisuretex und Textilene. Bei manchen Modellen werden mehrere Werkstoffe miteinander kombiniert. Holz ist wegen seiner natürlichen Ausstrahlung seit Jahrzehnten der Favorit bei Sitzmöbeln. Holz-Sitzbänke bestehen aus geformten Latten, zusammengeleimten Brettern oder aus einem einzigen, in der Mitte durchgesägten Stamm. Beliebteste Holzarten sind die einheimischen Hölzer Kiefer, Fichte, Akazie, Eiche und – dies gilt vor allem für draußen aufgestellte Bänke – Tropenhölzer wie Mahagoni und Teakholz. Verbraucher, denen der Umweltschutz wichtig ist, kaufen Holzbänke, für deren Herstellung nur FSC zertifizierte Hölzer verwendet werden. Speziell für den Außenbereich geeignet sind auch Sitzbänke aus Weidengeflecht und Rattan („Korbbänke“).
Sitzbänke aus Metall stehen in der Beliebtheitsskala auf Platz 2. Sie sind meist in nostalgischem Design gestaltet und werden ausschließlich im Outdoor-Bereich eingesetzt. In vielen deutschen Gärten steht eine gusseiserne Sitzbank. Viele von ihnen sind noch zusätzlich lackiert. Ihre schön geschwungenen, filigranen Formen werden mitunter mit schmalen Holzlatten kombiniert. Modernes funktionales Design haben Metall Gartenbänke aus Edelstahl. Manche der Edelstahl Outdoor Sitzmöbel sind mit einer Kunststoff-Sitzfläche oder einem Sitz- und Rückenteil aus Textilene ausgestattet. Edelstahl Outdoor Bänke sind verzinkt, um das Metall vor Korrosion zu schützen. Manche Modelle haben eine Pulverbeschichtung, die sie besonders witterungsresistent macht. Aluminium Sitzbänke sind besonders leicht. Kunststoff wird hauptsächlich bei draußen aufgestellten Sitzbänken eingesetzt. Sitzmöbel aus diesem Material bieten modernen Look zu einem ausgesprochen günstigen Preis. Außerdem haben sie ein geringes Gewicht und sind in vielen attraktiven Farben erhältlich. Es gibt sie sogar als Holzgeflecht-Imitate.

Was man bei der Nutzung von Sitzbänken beachten sollte

Die in der Küche oder im Esszimmer aufgestellten Sitzbänke sind üblicherweise Bestandteile einer Essgruppe und mit Polstern ausgestattet. Diese weichen Auflagen können sehr leicht beschmutzt werden, wenn man mit Speisen und Getränken hantiert. Deshalb sollten sich Personen, die zum Kleckern und Verschütten neigen, lieber Sitzbänke ohne Polster anschaffen. Es gibt zwar inzwischen moderne textile Fasern, die maschinenwaschbar sind, aber nicht alle Sitzbank Polster können von der Sitzfläche abgenommen werden. Bei Sitzbänken, die auf dem Balkon oder im Garten stehen sollen, empfiehlt es sich, nur solche aus wetterfesten Werkstoffen zu wählen, da sie unempfindlich gegen Frost, Feuchtigkeit und intensive UV-Strahlung sind. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Möbel draußen überwintern sollen. Ganz sicher gehen Sie, wenn das gewählte Modell als frostbeständig gekennzeichnet ist. Haben Sie sich für eine Bank aus unbehandeltem Holz entschieden, sollten Sie sie unbedingt lasieren oder lackieren, um sie witterungsresistent zu machen. Kunststoff Sitzmöbel sollten Sie unter keinen Umständen dauerhafter Sonneneinstrahlung aussetzen, da die UV-Strahlung sie sonst verfärbt und spröde macht. Alternativ dazu empfiehlt sich die Verwendung einer Schutzhülle. Außerdem haben Outdoor Sitzbänke idealerweise abnehmbare Polster, es sei denn, der Käufer möchte etwas härter sitzen.
Was die Sicherheit angeht, so sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Bänke auf ebenem und unnachgiebigem Untergrund stehen. Besonders gefährlich können Bier-Bänke werden, wenn die an einem Ende sitzende Person unerwartet aufsteht und die Bank dann in die Höhe schnellt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich am anderen Ende der Bank nur noch eine Person sitzt. Deshalb sollten die Gäste Ihrer nächsten Gartenparty unbedingt gleichmäßig verteilt auf der Sitzbank sitzen. Die massig wirkenden Truhen-Sitzbänke machen sich besonders gut in der Diele: Sie können sich beim Anziehen der Schuhe hinsetzen. Da die meisten Flure jedoch ziemlich schmal sind, sollten Sie sich für eine Bank entscheiden, die nicht zu wuchtig wirkt und nur wenig Platz einnimmt. Im Badezimmer sollten Sie grundsätzlich nur Bänke aufstellen, die aus feuchtigkeitsresistenten Materialien (Kunststoff, Metall) bestehen. In der Sauna gibt es ausschließlich Sitzbänke aus Holz.

Kauf einer Sitzbank

Grundsätzlich gilt, dass die Größe der Sitzbank nach der Größe des Haushalts bemessen sein sollte. Außerdem beansprucht sie bestenfalls nicht soviel Platz, dass sie die Bewegungsfreiheit der im Haus lebenden Personen einschränkt und die übrige Einrichtung des Raumes „verschwinden“ lässt. Für kleine Haushalte bieten sich Zweisitzer an. Außerdem sollten Sie bei Ihrer Planung noch Platz für Gäste einkalkulieren. Das äußere Erscheinungsbild Ihrer Sitzbank entspricht idealerweise dem Stil Ihrer Einrichtung. Weitere wichtige Kriterien, die beim Sitzbank Kauf eine Rolle spielen, sind Sitzkomfort, Verwendungsmöglichkeiten, möglicher Zusatznutzen, Wetterfestigkeit (bei Sitzbänken für draußen) und Qualität von Materialien und Verarbeitung. Rückschlüsse auf die Qualität lassen Prüfsiegel und Zertifikate zu. Wichtig ist auch die Hersteller-Garantie. Hausbewohner, die nicht gerade Model-Maße haben, sollten auch auf das maximale Belastungsgewicht ihrer Sitzbank achten. Angaben darüber finden sie in der Produkt-Beschreibung des Herstellers.
Falls Sie eine Holzbank kaufen möchten, spielt auch die Imprägnierung eine große Rolle. Sie verhindert die vorzeitige Alterung des Naturmaterials durch Hitze und Feuchtigkeit. Ist sie nicht vorhanden, empfiehlt sich der mehrmalige Anstrich mit einer atmungsaktiven Lasur. Am besten eignen sich dafür ölhaltige Lasuren und solche auf Acrylharz-Basis. Bei Aluminium Bänken sollte man vor dem Kauf unbedingt die Niet-Verbindungen etwas genauer überprüfen: Sie müssen absolut sauber verarbeitet sein, da Schwachstellen anfällig für Rostbildung sind und spezielle Pflege benötigen. Bei Edelstahl-Bänken empfiehlt es sich, nur gute Qualitäten zu wählen, da sonst der Pflege-Aufwand zu hoch ist. Bei Sitzbänken mit Polster empfehlen sich abnehmbare maschinenwaschbare Auflagen aus Polyester, da sie besonders witterungsbeständig sind und im Gegensatz zu Baumwollkissen nicht mehr imprägniert werden müssen.

Pflege der Sitzbank

Für den Outdoor-Einsatz am besten geeignet sind unbehandelte Teakholz Sitzbänke. Um das Entstehen der silbergrauen Patina zu verhindern, sollte man sie wie andere Holzbänke regelmäßig mit Pflegeöl behandeln. Es reicht aus, sie zwei- bis dreimal jährlich damit einzustreichen. Für jede Holzart gibt es ein spezielles Pflegeöl. Bänke aus Aluminium benötigen keine spezielle Pflege. Verschmutzungen entfernt man mit Wasser oder einer milden Reinigungslauge. Sie können ganzjährig draußen aufgestellt werden. Kunststoff Sitzbänke sind ebenfalls ausgesprochen pflegeleicht. Sie reinigen sie ganz einfach mit einer milden Lauge, einem Tuch und einer weichen Bürste. Edelstahl Sitzmöbel benötigen nur geringen Pflegeaufwand: Ein- bis zweimal pro Jahr sollten Sie sie mit einem speziellen Edelstahl-Reiniger säubern. Er verhindert das Entstehen von Flugrost und entfernt Fingerabdrücke und Fettflecke. Beschichtetes Eisen oder beschichteten Stahl an Ihrer Sitzbank reinigen Sie idealerweise mit milder Reinigungslauge oder Wasser. Läuft rostiges Wasser aus den Metallrohren der Beine, besteht kein Grund zur Panik: Sie nehmen einfach die Schutzkappen ab, lassen die Rohre austrocknen, sprühen sie innen mit Korrosionsschutz Spray ein und stecken die Kappen wieder fest auf. Bei tiefen Kratzern im Lack, die schon das Metall durchscheinen lassen, tragen Sie möglichst bald den Ausbesserungslack des Sitzbank Herstellers auf.